Storytime. Again. Ich mache mein Laborsystem alle Nase lang mal neu. Oft mit mir eher neuen bzw. bei mir wenig genutzten Techniken. Bringt neben sauberem System einen Blick über den Tellerrand. Ziel: 1-2 Systeme, paar Applikationen aus mehreren Teilen. Keine Raspi-Wüste o.Ä.

Ursprung war ein All-in-one-System, damals Debian, auf dem alle nötigen Programme über den Paketmanager installiert waren und ihre Konfiguration hatten. Erstes Problem: Fehlende Flexibilität und Aktualität.

Ein Wechsel auf Gentoo machte letzteres besser, allerdings weiterhin keine Trennung zwischen den Anwendungen. Und damit immer dann Probleme, wenn eben jene für die selben Systemkomponenten unterschiedliche Konfigurationen fordern.

Weiter mit VMs. Eine Applikation mit allen Abhängigkeiten = eine VM. Bonus: Prioritäten für die Apps. Größtes Problem für mich: Ineffiziente Ressourcenverteilung. Reservierungen sind quasi fest, Ressourcen selten genutzter Dinge wäre anderswo besser aufgehoben.

Weiter ging es mit LXC und Containern. Quasi eine VM mit lockererer Trennung. Ressourcen werden deutlich besser verteilt. Eigentlich damit alles ganz brauchbar, aber etwas nervig im Management.

Letzter Versuch waren dann Microservices und Docker. Nennen wir es Fehlschlag. Prinzipiell finde ich die Idee von Dockerfiles interessant, allerdings sorgten die schlechte Qualität der Hub-Images und ständige Bugs der Verwaltungstools dafür, dass ich nie alle Apps migrierte

Das neue System wird daher wieder auf LXC statt Docker setzen, das sieht mir deutlich reifer aus. Auch kann ich mich mit App=Container mehr anfreunden als für fast jede Binary einen eigenen zu haben. Diesmal allerdings mit Generierung per Ansible.

Dessen YAML ist zwar deutlich aufwändiger als ein Dockerfile, allerdings durch die Möglichkeit Logik zu nutzen auch weitaus mächtiger. Ich bin mal gespannt, bisher sind die bereits migrierten Apps recht stabil und die Nutzung ist soweit OK.

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@adlerweb ich nutze mittlerweile proxmox als unterbau. damit kann man die lxc container dann schön einfach managen :)

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@alex Naja, LXC mache ich nicht viel mehr als Anlegen, Starten und Löschen, da reicht auch das Standard-Tool. Ich hab aktuell nicht mal LXD dazwischen. Für mich ist eher orchestration interessant, also die Container innendrin mit aktueller Software und Config zu versorgen.

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